Arche Theuerjahr

Gedächtnisstätte & Skulpturengarten
Heinz Theuerjahr 1913 - 1991, Bildhauer, Maler und Grafiker

"Wenn meine Arbeit gut genug ist, wird sie bleiben"
Der 1913 im pommerschen Stolp geborene Heinz Theuerjahr studierte nach einer landwirtschaflichen Lehre Kunsterziehung an der staatlichen Kunstschule Berlin. Auf seinen Reisen durch halb Europa während der Semesterferien gelangte Theuerjahr 1935 erstmals nach Waldhäuser, dem kleinen Bergdorf am Fuße des Lusen. Nach weiteren Reisen kehrte er 1940 an den Ort zurück, der ihn ungeheuer beeindruckt und inspiriert hatte. Hier lernt er seine Frau Zenzi kennen und baute in einer "Landschaft vom ersten Schöpfungstag", wie er zu sagen pflegte, aus Felsgestein und Holz ein Haus.

Vierzehnmal brach er von Waldhäuser - seinem ruhenden Pol - auf nach Afrika - dem Gegenpol, um der Schöfpung in den Augen der Tiere begegnen und ihre Seele und Aura mit allen Sinnen erfassen zu können. Seine Afrikareisen prägten erheblich sein künsterlisches Werk, das zum großen Teil aus figürlichen Tierplastiken besteht. 1946 war Theuerjahr neben den Künstlern Koeppel, Niedermayer und Matualla Gründungsmitglied der legendären Künstlergemeinschaft Donau-Wald-Gruppe, die eine rege Ausstellungtätigkeit mit sich brachte.

Am 3. Mai 1991 verstarb Heinz Theuerjahr in seinem Atelier in Waldhäuser und wurde in Grafenau zu Grabe getragen. Das Gästehaus neben dem Atelier dient heute als Ausstellungshaus, das der Freundeskreis Heinz Theuerjahr e.V. erhält und betreut. Im Garten gliedert sich ein frei zugänglicher Skulpturengarten mit Tierplastiken an, der einen unvergleichlichen Ausblick auf die Schönheit der Landschaft und Einblicke in das faszinierende bildhauerische Werk Theuerjahrs ermöglicht.

Ausstellungshaus: 1. Mai bis 31 Oktober:
Do, Fr, Sa, So und Feiertage 14-18 Uhr, Eintritt 2 EUR, Kinder frei
Skulpturenpark: ganzjährig geöffnet - im Winter nicht geräumt, nur bei wenig Schnee begehbar! Eintritt frei!
Mehr Infos unter: www.arche.theuerjahr.com